Pflegeprozess

Der Pflegeprozess im Integrativen Pflegekonzept baut auf einer vernetzten Sicht des ganzen Menschen auf. Körper, Psyche, soziale Situation, die Biografie des Menschenei den Identitätssäulen nach Prof. Petzold, Copings und Regression werden in ihrem Zusammenwirken für die Situation des Menschen beobachtet und zur Pflegediagnostik verwendet.

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  1. Bei der Informationssammlung werden im IPK-Pflegediagnostikbogen die psychischen Elementarfunktionen, die (körperlichen) Lebensbereiche, Regressionen und Copings eingetragen und daraus die vorhandenen Ressourcen abgeleitet.
    Am Erhebungsdokument für subjektiv erlebte Erzählungen, der biografischen Anamnese und der Zeitleiste werden mit dem Klienten erarbeitete biografische Daten eingetragen und ausgewertet.

  2. Die Pflegediagnosen und die Ressourcen des Klienten werden festgestellt. Die Formulierung der Pflegediagnosen (unter Verwendung von Standard-Pflegediagnosen) ist der zweite Schritt. Ein Buch mit Klassifizierung der IPK-Pflegediagnosen verfasst von Maria Riedl und damaligen Teammitgliedern im Marienheim, in Spittal/Drau (Eva Sachs-Ortner, Ines Hopfgartner, Sigrid Krapinger) bietet praxisgerechte Formulierungen. Diese Werk wird auf IPK- Praxisstationen als Nachschlagwerk verwendet.

  3. Als nächster Schritt folgt das Festsetzen von Pflegezielen im körperlichen, psychischen, sozialen und biografischen Bereich. Die Erreichbarkeit für den Klienten soll innerhalb einer bestimmten Zeit möglich sein, Kontrollintervalle werden festgelegt.

  4. Im Pflegeplan werden die Pflegemaßnahmen zur Erreichung der festgesetzten Pflegeziele eingetragen. Die konkrete Beschreibung der Maßnahmen enthält die Angaben zur Durchführung (wer, wann, wie, womit und wie oft?).

  5. Die zeit- und fachgerechte Durchführung der Maßnahmen wird mit Handzeichen bestätigt. Veränderungen im Zustand eines Klienten und abweichende Maßnahmen sind im Pflegebericht genau festzuhalten.

6. Der Pflegeplan wird regelmäßig evaluiert, um die Leistungsfähigkeit, die Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen zu beurteilen. Darauf folgt die Neuanpassung der Pflegeplanung.

Image Image Die zwei Bücher "IPK-Pflegeprozess" und "IPK-Pflegediagnosen" wurden zur Unterstützung von Pflegepersonen für die vom GuKG 1997 vorgeschriebene Dokumentationspflicht und Pflicht zur Pflegeplanung erstellt.